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Studierende am KIT: Rund ein Viertel lebt „multilokal“

Eine Umfrage des KIT zeigt – etwa 25 Prozent der Studierenden haben neben Karlsruhe einen zweiten Lebensmittelpunkt, an dem sie einen großen Teil ihres Alltags verbringen.

Wer über mindestens zwei Wohnsitze verfügt oder seinen Alltag überwiegend an mehr als einem Wohnort verbringt, lebt multilokal. Weil das moderne Verkehrsnetz schnelles und kostengünstiges Reisen über große Entfernungen ermöglicht, sind multilokale Lebensentwürfe heute verbreiteter denn je – etwa Langstrecken-Pendler mit Einliegerwohnung am Arbeitsort oder Ruheständler mit Ferienhaus im Grünen. Erstmals hat die Geographin Caroline Kramer nun die Multilokalität am KIT untersucht. Demnach lebt ein Viertel der Studierenden multilokal.

Mehr als 9.400 Beschäftigte und über 24.000 Studierende am KIT prägen eine Großstadt wie Karlsruhe mit rund 300.000 Einwohnern enorm. „Die An- und Abwesenheit dieser Gruppe spiegelt sich deutlich im Stadtbild wider und erzeugt eine zeitliche Rhythmik. Wenn etwa in der vorlesungsfreien Zeit viele Studierende in ihre Heimatstädte zu den Eltern fahren, sieht ein studentisch geprägtes Viertel wie die campusnahe Oststadt völlig anders aus als während des Semesters“, sagt Caroline Kramer vom Institut für Geographie und Geoökologie IfGG.

Rund ein Viertel der befragten Studierenden gab demnach an, sich während der vorlesungsfreien Zeit nicht am Studienort Karlsruhe, sondern vorwiegend am entfernten Wohnort der Eltern aufzuhalten. Diese Zahlen decken sich mit den Angaben zum Wohnsitz: Rund 25 Prozent der Studierenden sind in Karlsruhe lediglich mit einem Nebenwohnsitz gemeldet.

Die von Kramer geleitete Arbeitsgruppe Humangeographie setzt sich unter anderem mit den Folgen zunehmender residentieller Multilokalität auseinander. Mit empirischen Analysen schaffen sie die Grundlage für eine zukunftssichernde räumliche Planung und für die Lösung raumbezogener Konflikte.

Mehr Informationen zu der Untersuchung in der Pressemitteilung des KIT


ne, 31.07.2015