Home | english  | Impressum | Sitemap | Intranet | KIT

Praxisnahe Softwareentwicklung: KIT-Doktorand erhält Preis der Ernst-Denert-Stiftung

Sven J. Körner erhält für die Wergzeugkette RECAA, die er in seiner Doktorarbeit am Institut für Programmstrukturen und Datenorganisation (IPD) entwickelt hat, den mit 5.000 Euro dotierten Software-Engineering-Preis der Stiftung.
Sven J. Körner erhät Preis der Ernst-Denert-Stiftung
Sven J. Körner erhält den Software-Engineering-Preis (Bildquelle: Silicon Saxony/ Frank Grätz).

Technische Systeme wie eine Software oder eine Produktionsanlage in der Industrie müssen eine ganze Reihe von Anforderungen erfüllen. Diese Anforderungen zu bündeln und zu beschreiben, versteht man in der Informatik unter "Requirements Engineering". Ein Prozess, der für Automobilbau, Raumfahrt und Maschinenbau ebenso wichtig ist wie für die Softwareindustrie.

Requirements Engineering: schneller und weniger anfällig mit RECAA

Diesen Prozess schneller und weniger fehleranfällig zu machen, ist Ziel der Werkzeugkette RECAA, die Sven J. Körner in seiner Doktorarbeit am KIT entwickelt hat. Für RECAA erhielt Sven J. Körner gerade den mit 5.000 Euro dotierten Software-Engineering-Preis der Ernst-Denert-Stiftung.

"Anforderungen werden zu 95 Prozent in natürlicher Sprache definiert, die allerdings mehrdeutig, unpräzise oder unvollständig sein kann", so der Informatiker. Menschen können dies durch gelernte Konzepte ausgleichen. Bei technischen Systemen, die solche eine Anweisung ganz genau befolgten, könne es zu Fehlern kommen.

Werkzeugkette mit 'gesundem Menschenverstand'

RECAA (steht für Requirements Engineering Complete Automation Approach) sucht diese Fehler und schlägt Lösungen vor. "Die Werkzeugkette kennt nicht nur die natürliche Sprache, sondern verfügt auch über 'gesunden Menschenverstand', mit dem sie Rückschlüsse ziehen und Entscheidungen treffen kann", sagt Körner. Fehler in einem frühen Entwicklungsstadium zu entdecken, helfe dabei, Kosten zu sparen und Verzögerungen etwa bei der Installation neuer Systeme zu vermeiden.

Mit dem Software-Engineering-Preis prämiert die Ernst-Denert-Stiftung einmal im Jahr hervorragende Arbeiten aus dem Gebiet der Methoden, Werkzeuge und Verfahren der Softwareentwicklung.


sps, 30.03.2015