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Zum Tod des Architekten Frei Otto

Das Südwestdeutsche Archiv für Architektur und Ingenieurbau (saai) trauert um Frei Otto.
1972 gab er dem Olympiapark in München ein Dach über dem Kopf, 1967 dem deutschen Pavillon für die Weltausstellung in Montreal: der Architekt Frei Otto. Am Montag, den 9. März, verstarb er im Alter von 89 Jahren. Otto zählt zu den Bedeutendsten seiner Zunft des 20. Jahrhunderts und hat die Entwicklung der Architektur und des Ingenieurwesens maßgeblich beeinflusst: Bereits seit 1970 hat er auf Ressourcenschonung, energiesparendes Planen sowie Klima- und Umweltschutz beim Bauen aufmerksam gemacht.

Im August 2010 erwarb das Land Baden-Württemberg Ottos Werkarchiv und gab es an das Südwestdeutsche Archiv für Architektur und Ingenieurbau (saai) am KIT. Es beinhaltet über 400 Modelle und Dokumente, die hier als Grundlage für weitere Forschungen aufbereitet werden.

"Wir wollen so sein Lebenswerk als Architekt und Architekturtheoretiker dokumentieren und zugänglich zu machen", sagt Joachim Kleinmanns, wissenschaftlicher Mitarbeiter im saai. Am 10. März gab die Hyatt-Stiftung bekannt, dass sie Frei Otto posthum den diesjährigen Pritzker-Preis verleiht, einer der höchsten Auszeichnungen für Architekten. Er ist erst der zweite Deutsche, der diesen Preis erhält, nach Gottfried Böhm im Jahr 1986. Zuletzt war Otto vor allem durch seinen Entwurf der Lichtaugen für Stuttgart 21 erfolgreich.


wer, 13.03.2015