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Nanopartikel: Wirkung auf die Lunge

Kohlenstoff-Nanopartikel gehören zu den am weitesten verbreiteten künstlichen Nanopartikeln. Das Projekt NanoCOLT untersucht nun die Langzeitwirkung von Kohlenstoff-Nanopartikeln auf gesunde und vorgeschädigte Lungen.

Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt NanoCOLT in den nächsten drei Jahren mit zirka 2,4 Millionen Euro. Zu den Partnern des Forschungsverbundes gehört auch das KIT.

Nanopartikel können aufgrund ihrer sehr geringen Größe leicht in den Körper aufgenommen werden. Das gilt besonders für Kohlenstoff-Nanopartikel in Form von industriellem "Carbon Black" (CBNP), die jährlich im Megatonnenbereich produziert werden. Die Weltgesundheitsorganisation stuft CBNP als potenzielle Gefahr für den Menschen ein.

Am Lehrstuhl für Verbrennungstechnik des KIT werden Nanopartikel aus der Gasphase synthetisiert und charakterisiert, einerseits angelehnt an industrielle Herstellungsverfahren, aber auch mit modifizierten Oberflächen. Hier lagern sich oftmals Allergene an, die oft mehr zum Gesundheitsrisiko beitragen, als das Kohlenstoffmaterial selber. "Mit dem Wissen aus dem Projekt NanoCOLT werden sich gezielter Nanopartikel herstellen lassen, die gleichermaßen technisch nutzbar und gesundheitlich unbedenklich sind", hofft Henning Bockhorn vom KIT.

An dem Projekt beteiligt sind Lungenspezialisten aus Marburg, Lübeck, Borstel und Hannover. Koordiniert wird NanoCOLT durch Professor Bernd Müller, Leiter des Marburger Labors für Zellbiologie der Lunge.

Weitere Informationen auf der Seite der Universität Marburg

sps, 02.12.2014