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Landesforschungspreis 2014 für Christian Koos

KIT-Wissenschaftler erhält 100.000 Euro für seine Arbeit zur optischen Kommunikationstechnik – für eine noch schnellere und energieeffizientere Datenübertragung
Christian Koos erhält in diesem Jahr den Landespreis für angewandte Forschung (Foto: Markus Breig, KIT)
Christian Koos erhält in diesem Jahr den Landespreis für angewandte Forschung (Foto: Markus Breig, KIT)

Professor Christian Koos vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erhält in diesem Jahr den Preis des Landes Baden-Württemberg für angewandte Forschung. Das gab die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Theresia Bauer heute (29. Oktober) in Stuttgart bekannt.

Koos forscht an nanophotonischen Bauteilen und neuartigen Verfahren für die optische Hochgeschwindigkeitskommunikation. Zusammen mit Kollegen von der Ecole Polytechnique Federale de Lausanne (EPFL) gelang es ihm und seinem Team, einen Datenstrom von 1,44 Terabit pro Sekunde – das entspricht dem Datenvolumen von mehr als 100 Millionen Telefongesprächen – mithilfe eines miniaturisierten optischen Frequenzkammes zu übertragen.

Von Schrank- auf Streichholzschachtelgröße

Ziel von Koos' Arbeiten ist es, die Bauteile zu miniaturisieren und auf optische Mikrochips zu integrieren. "Wir arbeiten daran, Sender- und Empfängersysteme, die heute noch ganze Schaltschränke füllen, auf das Format einer Streichholzschachtel zu reduzieren. Das macht die Systeme nicht nur kostengünstiger, sondern spart auch Strom – unsere Bauteile zählen zu den energieeffizientesten weltweit", erläutert Koos.

Neben der Terabit-Kommunikation in großen Datenzentren sieht er eine Reihe weiterer Anwendungsmöglichkeiten für seine Bauteile, etwa in der Sensorik und Messtechnik oder in den Lebenswissenschaften, in denen optische Chips zunehmend wichtig werden.

Mehr über Christian Koos, seine Forschung und den Landeslehrpreis in der vollständigen Pressemitteilung des KIT.


le/del, 29.10.2014