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Energietechnik: Katalysatoren für Gaskraftwerke

In seiner Diplomarbeit sucht Andreas Gremminger nach passenden Katalysatoren, die einen Austritt von Methan bei Gasmotoren verhindern können.

Gasmotoren sind schadstoffarm und schnell regelbar. Als Blockheiz- oder Gaskraftwerke spielen sie eine zentrale Rolle in der Energiewende; auch weil sie mit klassischem Erdgas ebenso wie mit Biogas oder Methan aus alternativen Energien betrieben werden können. Ein Nachteil der Gasmotoren, der sogenannte Methan-Schlupf, ist Thema aktueller Forschung am Abgaszentrum Karlsruhe des KIT.

„Durch unvollständige Verbrennung kann das Klimagas Methan in die Umwelt gelangen“, so Andreas Gremminger. „Durch passende Katalysatoren lässt sich dies vermeiden.“ In seiner Diplomarbeit, die von den Professoren Olaf Deutschmann und Jan-Dierk Grunwaldt am KIT betreut wurde, hat er das Verhalten von Katalysatoren aus Palladium, Platin und Aluminiumoxid untersucht.

Mit Messungen an Synchrotronstrahlenquellen wie etwa ANKA am KIT hat er deren Reaktion auf unterschiedliche Spurenstoffe im Gas beobachtet. So führt Schwefeldioxid zu einer deutlich verringerten Aktivität. „In Zukunft werden Gase unterschiedlicher Qualität und Herkunft den Energiemix bereichern. Wir wollen schon jetzt verstehen, welche technischen Auswirkungen dies hat.“ Für seine Ergebnisse hat Gremminger nun den Hans-Dinger-Preis 2014 der Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen (FVV) erhalten.


sps, 28.10.2014