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Optik: Schraubenförmige Linsen für kurze Zoomobjektive

KIT-Wissenschaftler entwickeln platzsparende Optik für Anwendungen in Smartphone-Kameras oder medizintechnischen Geräten.

Klein, leicht und kompakt, aber mit einstellbarem Fokus – so der Anspruch an Kameras für Smartphones oder in der Medizintechnik. Gängige Objektive mit optischem Zoom sind dafür zu sperrig: Sie beruhen auf mehreren hintereinander geschalteten Linsen in veränderlichem Abstand. Wissenschaftler des KIT haben nun eine Optik entwickelt, bei welcher die Fokuseinstellung platzsparend durch Drehen wendelförmiger Linsen entsteht.

Die neuartigen Linsen sind nicht symmetrisch, sondern schrauben sich wie eine Wendeltreppe in die Höhe: So verfügen sie an keiner Stelle über die gleiche Dicke oder die gleiche Krümmung. Um den Fokus stufenlos einstellen zu können, haben die Forscher zwei dieser Linsen kombiniert: Die wendelförmige Wölbung zeigt dabei nach außen, während die Linsen an der ebenen Seite aneinander liegen.

"Indem wir die kombinierte Oberflächenkrümmung durch einfaches Drehen der Linsen verändern, beeinflussen wir die Gesamtbrechkraft des Linsensystems", sagt Projektleiter Ingo Sieber vom Institut für Angewandte Informatik (IAI) des KIT.

Potenziell eignet sich dieses optische System beispielsweise auch für Endoskope oder Miniprojektoren. Für die Weiterentwicklung in die konkreten Anwendungen sucht das KIT noch Industriepartner.

Weitere Informationen zur Technologie.


kes, 22.09.2014