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Übersetzungssoftware von Alexander Waibel ausgezeichnet

Der Informatikprofessor am KIT erhielt für sein System, das Vorlesungen in Echtzeit übersetzt, den Antonio-Zampolli-Preis.
Preis für Alexander Waibel
Foto: Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Verschiedene Sprachen bereichern die kulturelle Vielfalt, stellen uns aber auch vor Herausforderungen: etwa wenn es darum geht, Studierenden aus dem Ausland die Inhalte deutschsprachiger Vorlesungen näher zu bringen. Helfen kann dabei eine Software, die Alexander Waibel, Informatikprofessor am KIT und an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, zusammen mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie entwickelt hat: Das System zeichnet Vorlesungen auf und übersetzt sie in Echtzeit - direkt zum Mitlesen auf Tablets oder Smartphones.

"Unsere Übersetzung ist nicht immer perfekt", sagt Waibel, "aber sie macht es möglich, Sprachbarrieren zu überwinden und anspruchsvolle Vorlesungen besser zu folgen." Die Methode dahinter beruht auf Statistik, nicht wie bei ähnlichen Systemen auf Sprachregeln. Sie durchforstet das Internet nach Worten und Wendungen, vergleicht, wie diese in anderen Texten übersetzt wurden, und wählt das beste Ergebnis. Auch Ärzteteams setzen das System bei humanitären Missionen ein, um mit einheimischen Patienten zu kommunizieren.

Für seine weltweit anerkannten Leistungen in der Sprachtechnologie hat der Europäische Verband für Sprachressourcen Waibel kürzlich mit dem renommierten Antonio-Zampolli-Preis ausgezeichnet.


23.06.2014