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Fusionsforschung: Wendelstein 7-X startet

Ein Festakt mit prominenten Gästen wie Forschungsministerin Johanna Wanka und EU-Energiekommissar Günther Oettinger bildete am 20. Mai den Beginn der Betriebsvorbereitung des Fusionsexperimentes Wendelstein 7-X in Greifswald.

Der Aufbau des Vakuums in der Ringkammer mit 16 Metern Durchmesser ist der erste Schritt, damit in rund einem Jahr ein Plasma von 100 Millionen Grad Celsius brennen kann. Siebzig übermannshohe supraleitende Magnetspulen werden dann das Plasma in der Kammer halten und so die Bedingungen, wie sie auf der Sonne herrschen, auf die Erde holen.

Das Karlsruher Institut für Technologie hat, gemeinsam mit dem Betreiber IPP und der Universität Stuttgart, die Mikrowellenheizung für das "Anfachen des Sonnenfeuers" entwickelt. Mit rund je einer Million Watt liefert ein einzelnes Heizelement, ein so genanntes "Gyrotron", soviel Energie wie mehr als 1000 Küchenmikrowellengeräte gleichzeitig.

Eine zweite KIT-Entwicklung sind die Stromzuführungen zu den auf minus 269 Grad Celsius gekühlten Magnetspulen, die für einen Nominalstrom vom 14 000 Ampere ausgelegt sind. Sie verbinden die supraleitenden Kabel in den Spulen mit den normalleitenden Kupferkabeln außerhalb, ohne dass es aufgrund der hohen Ströme, hohen Magnetfelder oder Wärmeverluste zu Einbußen im Betrieb kommt.


22.05.2014