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Kosmische Strahlung interaktiv begreifen mit KASCADE

Die neue Internetplattform KASCADE veröffentlicht Forschungsdaten zum astrophysischen Phänomen der Teilchenschauer und macht damit Expertenwissen für die Öffentlichkeit zugänglich.
Die Plattform  stellt insbesondere für Schüler und Lehrer interaktive Angebote bereit, die das Wissen über kosmische Strahlung und die Forschung daran vermitteln. Die veröffentlichten Ergebnisse stammen auf dem Experiment KASCADE, bei dem KIT-Wissenschaftler über 20 Jahre hinweg Daten über Teilchenströme aus dem Weltall gesammelt haben.

KASCADE-Experiment erklärt den Aufbau von kosmischen Objekten wie Supernovae


Kosmische Strahlung besteht aus Atomkernen, die von Sternen und Galaxien ins All geschleudert wurden und sich nahezu mit Lichtgeschwindigkeit durch das All bewegen. In der Erdatmosphäre treffen sie auf Luftmoleküle und erzeugen Kaskaden von weiteren Teilchen. Diese Teilchenschauer hat das KASCADE-Experiment mit 252 Detektorstationen auf einer Fläche von 200 mal 200 Metern vermessen.

Anhand der Daten bestimmen die Forscher zunächst Masse und Geschwindigkeit der ursprünglichen Teilchen sowie deren Einfallsrichtung. Daraus lässt sich wiederum auf die Quellen der kosmischen Strahlung schließen, und wie diese kosmischen Objekte, wie Supernovae, Pulsare, Quasare oder aktive Galaxienkerne, aufgebaut sind.

Es ist das erklärte Ziel von KASCADE Wissen für alle frei zugänglich zu machen, das sonst nur einem kleinen Forscherkreis bekannt ist. Interessierte sollen außerdem die Möglichkeit bekommen, selbst an dem Ausbau der Plattform mitzuwirken. Die für das Projekt angewendete Software soll in Zukunft als Open Source erhältlich sein, um auch andere Forschungseinrichtungen zu einer solchen Veröffentlichung von Forschungsinhalten anzuregen.

 

sps, 12.02.2014