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Molekularbiologie: Mit Pilzen nachhaltig „landwirtschaften“

Pilze leben mit vielen Pflanzen in Symbiose und helfen ihnen, lebenswichtige Elemente aus dem Boden aufzunehmen und sich vor Krankheitserregern zu schützen.

Rund zwei Drittel der weltweiten Pflanzenarten leben in enger Symbiose mit Mykorrhizapilzen, darunter auch wichtige Nahrungsmittelpflanzen wie Weizen, Reis und Mais. Während die Pilze essentielle Elemente wie Phosphor aus dem Boden aufnehmen und an die Pflanze weitergeben, versorgen die Pflanzen die pilzlichen Helfer mit energiereichen Kohlenhydraten. Im Fachmagazin PNAS beleuchtet ein internationales Forscherteam nun diese seit 420 Millionen Jahren bestehende Symbiose und stellt das Genom des Pilzes Rhizophagus irregularis vor (DOI: 10.1073/pnas.1313452110).

„Dieser Einblick ins Pilz-Genom ist ein Baustein hin zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft“, hofft Natalia Requena vom KIT, deren Arbeitsgruppe zur aktuellen Studie mit Mykorrhizamaterial und Kartierungs-Know-how beigetragen hat. Pilze helfen Pflanzen sowohl bei der Aufnahme lebenswichtiger Elemente als auch beim Schutz vor Krankheitserregern. „Durch den gezielten Einsatz von Pilzen ließen sich vielleicht in Zukunft Pestizide und Dünger einsparen und die damit verbundenen Nachteile begrenzen.“


18.12.2013