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Zweite Leitbild-Konferenz am 8. November

Etwa 35 KIT-Angehörige, darunter viele Studierende, kamen am 8. November im weiten, steilen Rund des Hörsaals „Neue Chemie“ zur zweiten „Leitbild-Konferenz“ zusammen.
Prof. Dr. Christof Weinhardt
Prof. Dr. Christof Weinhardt, Leiter des KIT House of Participation (HoP) und Projektleiter KIT-Leitbild
Timm Teubner
Timm Teubner, Mitglied des Projektteams und wissenschaftlicher Mitarbeiter am HoP
Dr. Thomas Windmann
Dr. Thomas Windmann, Leiter PKM und Koordinator des Leitbild-Lektorats

Ziel der Veranstaltung war es, persönlich über den Stand des Leitbildprojekts zu informieren – nach dem Abschluss des Leitbild-Lektorats und vor der KIT-weiten Leitbild-Abstimmung im Dezember.

Projektleiter Professor Christof Weinhardt vom federführenden House of Participation (HoP) erläuterte zunächst noch einmal den partizipativen Ansatz der Leitbild-Findung sowie die Funktionen und Mehrwerte des künftigen Leitbildes in Bezug auf den Einzelnen wie in Bezug auf das KIT als Organisation.

Die für Online-Partizipation rege Beteiligung, die hohe inhaltliche Qualität vieler Beiträge, die vielen kreative Umsetzungsvorschläge sowie das positive Feedback auf das Partizipationsangebot als solches ließen Weinhardt ein weiterhin „erfreuliches Zwischenfazit“ ziehen, das spätere, ähnliche Debatten am KIT sinnvoll erscheinen lässt.

Timm Teubner, wissenschaftlicher Mitarbeiter am HoP, präsentierte bisherige und neue Auswertungen der Leitbild-Debatte. Zunächst legte er Zahlen und Grafiken zur Gesamtbeteiligung sowie zur Beteiligung der drei Nutzergruppen „Mitarbeiter“, Professoren“ und „Studierende“ vor, außerdem zum Nutzerverhalten und zur Nutzungsfrequenz. Besonders interessant, wenn auch nicht repräsentativ, waren die freiwilligen demographischen Angaben von rund 100 Nutzern.

Das Schwergewicht von Teubners Ausführungen bildete die statistische Aufarbeitung der Debattenergebnisse, z. B. in Form einer Korrelierung der fünf Debattenkategorien „Stärken“, „Werte“, „Ziele“, „Umsetzung“, „Slogan“ mit den Nutzergruppen oder als „Wordclouds“, mit denen sich komplexe Diskussionsergebnisse in ein Bild überführen lassen.

Teubner schloss mit einem Ausblick auf die KIT-weite Leitbild-Abstimmung, die voraussichtlich in den beiden ersten Wochen des Dezember stattfinden wird. Abgestimmt wird online, auf einer speziellen Abstimmungsplattform. Zu dieser wird am ersten Tag des Wahlzeitraums an jeden KIT-Angehörigen ein personalisierter Link verschickt – per E-Mail an den KIT-Account. Jeder – also selbstverständlich nicht nur diejenigen, die sich an der Leitbild-Debatte beteiligt haben – hat dann die Möglichkeit, in den folgenden Kategorien, so genannten Modulen, die jeweils überzeugendste Leitbild-Formulierung zu wählen:

  • Identität / Kultur / Diversität
  • Struktur / Dienstleistung / Führung
  • Forschung
  • Lehre
  • Innovation
  • Gesellschaftliche Verantwortung / Nachhaltigkeit / Öffentlichkeit
  • Ingenieur-, Natur-, Geistes- u. Sozialwissenschaften
  • Nachwuchs
  • Internationalität, Vernetzung

Die Einzelheiten der Präsentationen von Christof Weinhardt und Timm Teubner zeigt die Datei „Leitbild-Konferenz_II“.

Dr. Thomas Windmann, Leiter der DE Presse, Kommunikation und Marketing (PKM) und zugleich Koordinator des inzwischen abgeschlossenen Prozesses der Aufarbeitung und Textualisierung der Debattenergebnisse („Leitbild-Lektorat“), veranschaulichte zunächst die unterschiedlichen Stufen des Lektorats (Datenerfassung, Schlagwort- und Volltextsortierung, thematische Sortierung und Bündelung, Sortierung und Bündelung nach Anzahl der Pro-Stimmen, Erstellung von Leitbild-Formulierungen). Beispielhaft für die Ergebnisse des Lektorats stellte Windmann die Formulierungsvorschläge zu dem in der Leitbild-Debatte lebhaft diskutierten Thema der wissenschaftlichen Kreativität (und ihrer Rahmenbedingungen) vor.

Darüber hinaus informierte Windmann über die laufende Abstimmung der Leitbild-Module mit dem KIT-Präsidium sowie über die Vorschläge des Lektoratsteams an das Präsidium zum weiteren Umgang mit dem durch die Debatte vermittelten „Stimmungsbild“, mit den Vorschlägen zur „Umsetzung“ sowie mit den Ideen für einen KIT-Slogan. Voraussichtlich in seiner Sitzung vom 25. November wird das Präsidium sich auch mit diesen Aspekten des Leitbildprozesses befassen.

Auch die letzte Dreiviertelstunde der zweiten Leitbild-Konferenz war für Fragen, Einschätzungen und Anregungen der Besucher reserviert. Lebhaft erörtert wurden u. a., wie und wo das künftige Leitbild um- bzw. eingesetzt werden soll, der Wunsch nach mehr inhaltlicher Transparenz in der Berichterstattung, die unterschiedlich hohe Beteiligung der Beschäftigten an der Leitbild-Debatte im Campus-Vergleich (im Süden deutlich höher), der Umgang mit bereits existierenden Leitbildern (z. B. zur KIT-Lehre) sowie ergänzende Parameter bei der Auswertung (z. B. die Berücksichtigung der zeitlichen Präsenz eines Vorschlags) und das (manchmal mysteriöse) Zustandekommen von „Wordclouds“.


jha, 15.11.2013