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Nanoteilchen helfen Zellen zu sortieren

Projekt SAVVY: EU fördert Entwicklung eines neuen Klassifikations- und Sortierverfahrens für Zellen unter Koordination des KIT
Biologische Zellen sicher zu erkennen, spielt in der Medizin eine wichtige Rolle. Krebszellen eindeutig zu klassifizieren, ermöglicht es verlässliche Diagnosen zu stellen. Stammzellen sortenrein zu filtern, könnte Grundlage für neuartige Therapien sein.

Die EU fördert nun die Entwicklung eines neuen Klassifikations- und Sortierverfahrens für drei Jahre mit rund 3,8 Millionen Euro. An dem Projekt SAVVY sind unter der Koordination des KIT Forscher aus London, Lausanne, Vigo, San Sebastian, Ulm und Jena beteiligt.

Biologische Zellen unterscheiden sich charakteristisch im molekularen Aufbau ihrer Außenmembran. Die Forscher wollen nun maßgeschneiderte Nanoteilchen entwickeln, die zwei unterschiedliche Eigenschaften vereinen: Einerseits setzen sie sich spezifisch an der Membran der gesuchten Zelle fest. Andererseits lassen sich sie sich unter einem Mikroskop durch eine spektroskopische Messung leicht identifizieren.

„Der neue Ansatz verbindet Materialwissenschaften mit Biologie und verspricht, sensitiver und flexibler als bisherige rein biologische Verfahren zu sein“, erklärt Professor Jörg Lahann vom KIT.


lcp, 18.02.2013