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Schülerstudium am KIT

Seit dem Wintersemester 2006/2007 bietet die Fakultät für Mathematik Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, reguläre Vorlesungen und Übungen zu besuchen. Damit will sie Interessierte und Motivierte fördern und ihnen Orientierungshilfen geben.

Ein Schüler- oder Frühstudium bezeichnet ein von Studiengebühren befreites und somit kostenloses "Schnuppern" in das Studium. In Deutschland nehmen jährlich rund 1000 Schülerinnen und Schüler parallel zur Schule vorzeitig ein Studium auf. Zusätzliche Betreuung ist durch einen wissenschaftlichen Mitarbeiter gesichert.

Gesamtteilnehmerzahl bis heute am KIT sind etwa 160 Schülerstudenten, ca. 100 erhielten einen Übungsschein, 30 haben bereits eine Vordiploms-/ Modulprüfung abgelegt. Der jüngster Schülerstudent war 12 Jahre alt (Klasse 7). 

Pascal Burger, Laura Dieringer und Michael Zangl sind hochbegabt und nehmen am Projekt "Schülerstudium Mathematik" des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) teil. 

Wer sind Sie? 

Laura: Ich bin Laura Dieringer, bin Schülerin am Helmholtz-Gymnasium Karlsruhe, Klasse 11 und wohne in Baden-Baden. 

Michael: Mein Name ist Michael Zangl und ich komme aus Karlsruhe. 

Pascal: Ich bin Pascal Burger und besuchte am Gymnasium in Mühlacker die Klasse 13. 

Wie sind Sie zu Ihrer Studienentscheidung gekommen? 

Laura: Die Mathematik hat mich schon immer fasziniert. Leider ist die Mathematik in der Schule nur sehr "oberflächlich", sodass ich mehr wissen wollte. Ich habe meinen Direktor gefragt, ob es dafür Möglichkeiten gibt. Er hat mir dann das Schülerstudium am KIT empfohlen und unterstützt mich auch dabei.

Michael: Vom Informatik-Schülerstudium habe ich erfahren als mich ein Lehrer durch Zufall darauf angesprochen hat.

Pascal: Über eine Lehrerin in der Schule - zufällig. 

Seit wann studieren Sie und macht das Studium Spaß?  

Laura: Ich studiere seit dem Wintersemester 2011 Mathematik und habe das Fach Analysis belegt. Damals war ich 16 Jahre alt. Mittlerweile bin ich 17 geworden. Im Wintersemester 2012 wechsle ich in die Physik, da mich das noch mehr interessiert als die Mathematik. Doch kann ich keine Physik belegen, wenn ich die Mathematik nicht dazu habe. Ich finde es toll, durch das Sommersemester neue Freunde gefunden zu haben. Nicht nur Schülerstudenten, sondern auch Leute, die schon regulär studieren. Außerdem lernt man dann die Universität schon vor dem Abi kennen und wird danach nicht mehr ganz so ins kalte Wasser geworfen, da man mit einigen Dingen schon vertraut ist. Es bietet einem in seinem Alltag Abwechslungsreichtum und schafft einen guten Ausgleich zur Schule. Das einzige, was nicht unbedingt optimal ist, ist dass die Vorlesungszeiten in den normalen Schultag reinfallen. Da gibt es schon den einen oder anderen Lehrer, der sich dann mal beschwert, dass man so oft fehlt. Da ist es wichtig, dass der Direktor hinter einem steht und einen unterstützt. Diese Tatsache ist bei mir zu 100% gegeben, sodass sich das Sommersemester gut mit dem normalen Schulalltag vereinigen lässt.

Michael: ich habe 2011 Abitur gemacht und studiere jetzt seit zwei Jahren offiziell Informatik. Davor habe ich vier Semester lange am Schülerstudium teilgenommen. Ich habe zuerst zwei Semester Informatik als Schülerstudent studiert. Danach habe ich zwei Semester Pause gemacht, bis ich auf das Mathematik-Schülerstudium aufmerksam wurde. In meinem Abitur(schul)jahr habe ich, nach der erfolgreichen Erfahrung beim ersten mal und der Langeweile, die ich in dem "freien" Schuljahr hatte, zwei Semester lang beide Mathevorlesungen besucht. So habe ich insgesamt alle Informatikvorlesungen des ersten und zweiten Semesters während meiner Schulzeit besucht und mir jetzt auf mein Studium anrechnen lassen. Ich werde also zwei Semester früher mit meinem Bachelor fertig sein. Man kommt sich nicht so alleine vor, denn jedes Jahr bildet sich unter den Schülerstudenten eine Freundschaft die lange (auch nach dem Schülerstudium) anhält. Mittlerweile bin ich Betreuer für die jetzigen Mathematik Schülerstudenten und treffe mich mit ihnen einmal wöchentlich, um zu lernen und zu üben.  

Pascal: Ich habe vor kurzem (2012) Abitur gemacht und habe schon 8 Semester Mathe abgeschlossen. Die Zeit an der Uni hat mir sehr gefallen, da man dort einiges flexibler ist als an der Schule, denn man kann selbst entscheiden, wie man seine Zeit einteilt und welche Übungsaufgaben man machen will.  

Weitere Informationen zum Schülerstudium Mathematik.