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Wissenschaft und Musik ohne Grenzen

Mit Jazz und Vorträgen zu grenzüberschreitenden Angeboten in Studium und Forschung hat am Montag die Reihe "Frankreich zu Gast am KIT" begonnen. Rund 100 Besucherinnen und Besucher erlebten das Programm im Festsaal des Studentenhauses.
Band aus Lyon
Klänge aus Lyon: die Formation Colson Project/TMT.
Professor Seemann zum Studium
Lob auf die Doppelprogramme: Professor Wolfgang Seemann.
Auftritt der KIT Big Band
Kraftvoll und mit breitem Repertoire: die KIT Big Band.
Professor Orphal zur grenzüberschreitenden Forschung
Blick auf die Forschung: Professor Johannes Orphal. (Fotos: Irina Westermann)

Gemeinsamer Auftritt der Bands aus Karlsruhe und LyonWie man gut harmonieren kann, wenn man trotz macher Unterschiede aufeinander eingeht, führten die Musikgruppen des Abends vor: Die KIT Big Band unter Leitung von Günter Hellstern bot zunächst eine Vielfalt der Stile von Modern Jazz bis Salsa, danach spielte die Formation Colson Project/TMT von der INSA Lyon Stücke wie den Jazzstandard "Close your eyes" von Bernice Petkere. Und zum Schluss traten die beiden Combos, die sich erst einen Tag zuvor das erste Mal getroffen hatten, zusammen auf die Bühne - zum gemeinsamen Finale.

Verschulte Eliteschmieden und Horte der Selbstständigkeit

Unterschiede zwischen Frankreich und Deutschland gibt es auch in Studium und Forschung - und doch gibt es viele spannende und erfolgreiche grenzüberschreitende Projekte, an einer ganzen Reihe ist das KIT beteiligt. Die Leiter der Deutsch-Französischen Initiative im KIT (KIT-DeFI), die Professoren Wolfgang Seemann und Johannes Orphal, stellten einige davon vor.

Seemann erläuterte die Charakteristika des französischen Hochschulsystems. Es unterscheidet zwischen Grands Écoles, den industrie- und forschungsorientierten, verschulten Eliteschmieden, und Universités, die wie die deutschen Universitäten auf Selbstständigkeit der Studierenden setzen. Das KIT bietet mit Partnern in Paris, Strasbourg, Lyon und Grenoble Doppelabschlussprogramme an acht Fakultäten an. Die Deutsch-Französische Hochschule fördert sie.

Ideen für eine "Technologie der Zukunft"

An mehr als 40 deutsch-französischen Forschungsprojekten wirke das KIT mit, sagte Johannes Orphal, der 15 Jahre in Frankreich gearbeitet hat. Diese Vorhaben seien klein und über das KIT verstreut, es sei ein Ziel von KIT-DeFI, Kräfte zu bündeln und größere Projekte mit Partnern im Nachbarland zu stemmen. So strebe das KIT eine Kooperation bei der Umwelt- und Klimaforschung mit einem seiner Premiumpartner an, dem CEA - Commissariat à l'énergie atomique et aux énergies alternatives.

Dem Auftakt folgen bis 22. März noch viele hochkarätige Veranstaltungen in der Reihe "Frankreich zu Gast am KIT", die KIT-DeFI organisiert hat. So findet am 21. März ab 13.30 Uhr die Konferenz "Technologie für die Zukunft - Technologie pour làvenir" statt. Redner sind der Physiker Carlo Rubbia, Nobelpreisträger und Professor vom Institute for Advanced Sustainability Studies, IASS Potsdam, der Quanten- und Physikochemiker Joachim Sauer, Professor von der Humboldt-Universität zu Berlin, sowie der Physiker Gabriel Chardin, Professor vom Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS).

 

 

ele, 19.3.2013